20 Juli 2014 - 05:01
Teheran: Finanzielle Unterstützung für Straßenkinder und Kinder, die arbeiten, geplant

Der Sozialausschuss des Teheraner Stadtrats hat angekündigt, dass Straßenkinder und Kinder, die arbeiten, eine monatliche Unterstützung erhalten sollen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern und sie zum Schulbesuch zu motivieren.

Kinderarbeit ist zu 90 Prozent durch Armut verursacht, erklärte die Vorsitzende des Sozialausschusses, Fatemeh Daneshvar, bei einer Veranstaltung, auf der ein Programm zur Bekämpfung von Kinderarbeit vorgestellt wurde. Leider gebe es dazu im Iran keine statistischen Informationen, so Daneshvar. Man wisse allerdings einiges über Straßenkinder, da diese in der Öffentlichkeit sichtbarer sind.

Nach einer Untersuchung der staatlichen Wohlfahrtsorganisation vom März 2013 haben 30 Prozent aller Straßenkinder keinerlei Schulbildung. Fünf Prozent der Jungen und ein Prozent der Mädchen sind drogenabhängig. In einer Kooperation zwischen Teheraner Stadtverwaltung, Handelskammer und staatlichen Organisationen sollen diese Kinder wie auch arbeitende Kinder eine monatliche Unterstützung erhalten, um ihre Armut zu lindern und ihnen einen Zugang zur Schulbildung zu verschaffen. Außerdem sollen Sozialarbeiter speziell für den Umgang mit diesen Kindern fortgebildet werden.